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Textilscreen als Sonnenschutz

Endlich einmal eine geniale Erfindung: Mit wenigen Handgriffen sorgen Sie mit einem sogenannten Textilscreen für optimalen Sonnenschutz an ihren Fenstern. Denn auch in unseren klimatisch gemäßigten Breitengraden kann die Sonne manchmal zu viel werden. Vor allem, wer viele Fenster oder Räume unter dem Dach hat, kann an heißen Sommertagen „davon ein Lied singen“.
Wie funktioniert ein Textilscreen und was ist das genau? Wir geben einen Kurzüberblick und haben mit dem Energieberater Lars Häußler gesprochen.

Ohne Bohren oder Kleben: Textilscreen zum Reinklicken

Sie sind optimal für den nachträglichen Einbau geeignet und passen sich perfekt und so gut wie unsichtbar an die Gebäudeoptik an: Textilscreens wie der SunClip Cool.
Dazu messen Sie die Breite ihres Fensterrahmens aus und bestellen mit diesen Daten ihren individuellen Textilscreen – das ist ein windstabiles Sonnenschutzgewebe.
Dieses setzen Sie mit Halteclips in den Fensterrahmen ein. Dafür stecken Sie den Drahtrahmen, der um das Gewebe führt, in die Halteclips.
Der Clou: Diese Art von Befestigung eignet sich auch für Mieter. Sie lässt sich rückstandslos und schnell wieder entfernen. Am Fensterrahmen bleiben keine Klebereste zurück (kein Saugnapfsystem).

Hitze bleibt draußen mit Textilscreen

Zustimmung findet dieser neuartige Sonnenschutz von außen auch bei Energieberater Lars Häußler: „Sonnenschutz, der außen angebracht wird, ist deutlich sinnvoller, als Sonnenschutz von innen. Ist die Sonnenwärme erst einmal im Gebäude, muss sie dort abgeführt bzw. der Raum wieder gekühlt werden. Dazu wird Energie benötigt, was durch einen außen angebrachten Sonnenschutz nicht erforderlich ist. Die benötigte Energie zur Temperaturreduzierung kann man sich also schenken. Die Energiebilanz ist in einem solchen Fall deutlich besser als bei einem innen angebrachten Sonnenschutz. Energie sparen – lautet das Zauberwort.“

Keine Insekten & fremden Blicke mit Textilscreen

Von außen lässt sich durch das UV-beständige Textilscreen schwer in den Raum schauen, von innen haben Sie indes eine gute Sicht nach draußen.
Überdies bietet der Textilscreen auch Schutz vor lästigen Insekten – vor allem im Sommer eine willkommene Hilfe. Wer kennt das nicht? Die ganze Nacht nervt eine Stechmücke im Schlafzimmer. Ihr fieses Summen raubt im besten Fall nur den Schlaf. Wenn sie aber auch noch sticht, kommt böses Jucken hinzu.
Ganz klar: Der Sommer ist die Hochzeit für viele Insekten, die uns tierisch auf die Nerven gehen. Ohne Einsatz von Chemie hält sie Ihr Textilscreen am Fenster ganz automatisch auf Abstand.

Witterungsbeständig & langlebig

Mit ihren witterungsbeständigen und langlebigen Geweben schützen die Textilscreens ihre Lebens- und Wohnräume. Die innovativen Hightech-Textilien zeichnen sich unter anderem durch eine PVC-Beschichtung aus und sind hochwetterfest, sodass dem Gewebe sogar Sonne und Regen sowie Wind und Hagel nichts ausmachen.

Pflegeleicht & umweltschonend

Der maßgeschneiderte Sonnenschutz ist pflegeleicht. Das Gewebe lässt sich einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Darüberhinaus ist die innovative Lösung für sonnige Gebäudefassaden äußerst umweltschonend und nachhaltig, da das Produkt langlebig und stabil ist.

Lüften? Aber sicher!

In den Abend- oder Morgenstunden können Sie bequem Ihr Fenster öffnen und durchlüften. Trotz Textilscreen gelangt genügend Luft in den Raum. Dank der ausgeklügelten Technik mit den Halteclips hält der langlebige Sonnenschutz auch bei vollständig geöffnetem Fenster.

Textilscreen beim Hausbau einplanen

Energieberater Lars Häußler empfiehlt Hausbesitzern dringend, sich vor dem Anbringen eines Sonnenschutzes an Fenstern über Fördermöglichkeiten zu informieren. Bei Einzelmaßnahmen sind bis zu 20 Prozent an Förderung möglich. In der Regel werden nur außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen gefördert. „Auf alle Fälle sollten Sie nachfragen, bevor Sie loslegen“, lautet sein abschließender Rat.
Im Gebäudeenergiegesetz ist übrigens der sommerliche Wärmeschutz geregelt. Energieberater Lars Häußler kennt Paragraph 14 und zitiert daraus Folgendes: „Das Ziel des Nachweises zum sommerlichen Wärmeschutz ist es, schon in der Planungsphase eine Einschätzung des Aufheizverhaltens von Räumen in Gebäuden vorzunehmen und eine Überhitzung der Räume auszuschließen. Der Planer (Energieeffizienzexperte, Architekt) kann auf den Grundlagen der Norm bereits in einer frühen Phase Einfluss auf unterschiedliche Komponenten nehmen, die für das sommerliche Aufwärmverhalten bedeutend sind. Dazu zählen: die Ausrichtung der Fenster zu den Himmelsrichtungen, die Lage der Fensterflächen (Wand oder Dachfläche), die Art der Verglasung, die Art und Lage des Sonnenschutzes, die Größe der Fensterfläche in Relation zur Grundfläche, die Art der Lüftung der Räume,  der Einsatz passiver Kühlung und die Konstruktionsweise der raumumfassenden Bauteile.“
Lars Häußler arbeitet als Energieberater bei der Regionalen Energieagentur in Ulm.