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Sonnenschutz mit dem richtigen Wohnwagenzubehör

Der Sommer ist da, die Sonne lacht, der Wohnwagen ist abfahrbereit. Das Schöne am Camping ist, dass man ohne im Voraus zu buchen einfach losdüsen kann. Wer dem trüben deutschen Wetter entfliehen möchte und nach Südfrankreich oder Spanien fährt, sollte sich jedoch in Acht nehmen: Die Sonne scheint dort wesentlich stärker als bei uns. Mit dem richtigen Wohnwagenzubehör jedoch kein Problem.
Reisen in warme Gefilde lassen Sie in Ihrem mobilen Heim schnell ins Schwitzen kommen. Deshalb sollten Sie an einen Sonnenschutz für die Fenster ihres Wohnwagens denken. Dass ein nachträglicher Einbau ohne Schrauben und Bohren möglich ist, zeigen wir ihnen hier.
Lesen Sie auch unsere anderen Tipps gegen Hitze und Co auf dem Campingplatz: Damit Ihr Wohnwagen kühl und der Urlaub angenehm wird.

Fenster-Sonnenschutz als wichtiges Wohnwagenzubehör

„Beim Wohnwagen sind die Fenster im Regelfall – anders als beim Auto - nicht so sehr gegen die Sonne geneigt. Daher spielen Sie beim Aufheizen eine kleinere Rolle. Trotzdem kann das Isolieren der Fenster gegen Hitze und natürlich bei kühleren Temperaturen auch gegen Kälte sinnvoll sein“, sagt die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim ADAC Nordbaden, Alexa Sinz.
„Rechtliche Vorgaben zum Anbringen von einem Sonnenschutz an Wohnwagenfenstern gibt es unseres Wissens nicht“, so Alexa Sinz weiter. „Zu beachten ist allerdings, dass natürlich während der Fahrt nichts außen am Wohnwagen angebracht sein darf, das flattern oder wegfliegen könnte.“
Beim ADAC gibt es übrigens zudem viele Tipps für Camping-Begeisterte.

Sonnenschutz mit Saugnäpfen

Abhilfe gegen heiße Wohnwagen und Wohnmobile schafft ein  Sonnenschutz, der mit Saugnäpfen an den Ecken der Fenster befestigt wird. Damit ist der Fenstersonnenschutz innerhalb weniger Sekunden angebracht und einsatzbereit.
Erhältlich ist der multifunktionale Schutz als Standardmaß, er kann auch individuell zugeschnitten werden. Dieses Wohnwagenzubehör besteht aus einem stabilen Sonnenschutzstoff, der dafür Sorge trägt, dass die Hitze im Innenraum deutlich sinkt.
Besonderer Clou: Der stabile und gleichzeitig dehnbare Stoff ist sichtdurchlässig von innen, erschwert aber die Sicht von außen. Die Privatsphäre in ihrem rollenden Zuhause wird es ihnen danken, die Insekten hingegen weniger. Der Sonnenschutz aus reißfestem, UV-beständigem PES-Gewebe dient nämlich gleichzeitig auch als Insektenschutz.

Weiteres nützliches Wohnwagenzubehör

Definitiv mit ins Urlaubsgepäck Ihres Wohnwagens sollte ein Pavillon – und zwar in gehobener Qualität. Nur dann schützt er wirklich vor UV-Strahlen und nur so können Sie den ganzen Tag geschützt draußen sitzen.
Ein Sonnenschirm mit stabilem Erdspieß schirmt Sie gut vor den gefährlichen Strahlen ab - ebenso wie ein Sonnensegel, das übrigens ein echtes Multitalent ist. Mit ihm lassen sich die Schattenfläche von Vordach, Pavillon oder auch von Bäumen um ein Vielfaches vergrößern.
Ohne Schnur geht allerdings nichts. Deshalb muss sie mit auf die Packliste. Genauso wie übrigens Sonnencreme, Sonnenbrille und Kopfbedeckung. Je heller Ihre Haut ist, umso eifriger sollten Sie die Tipps befolgen.

Besser heller oder dunkler Wohnwagen?

Es ist physikalisch bewiesen, dass auf schwarzen Oberflächen höhere Temperaturen herrschen, als auf weißen. Aber Untersuchungen haben gezeigt, dass es in dunklen Wohnwägen auch nicht heißer wird als in hellen. Außerdem findet man so gut wie keine schwarzen Wohnwägen.
Wirklich entscheidend sind hingegen die Fensterflächen. Diese sind die wahren Hitzeschleusen. Ob Wohnwagen oder Wohnmobil macht hier keinen Unterschied beim Temperaturanstieg, aber ein Kastenwagen heizt sich tatsächlich wesentlich mehr auf.

Lüften & schattiges Plätzchen

Damit Sie die Wärme aus dem Wohnwagen herausbekommen, sollten Sie regelmäßig lüften. Am besten klappt das früh morgens oder spät abends. Dann heißt es: Alle Fenster aufreißen und für Durchzug sorgen.
Sobald die Sonne auf die Fenster trifft, sollten Sie diese wieder schließen, es sei denn, es geht ein leichter Wind, der für eine bessere Belüftung sorgt. Fenster im Schatten können ruhig geöffnet bleiben.
Die Wahl des Stellplatzes ist übrigens schon das A und O. Unter Bäumen sind Sie vor Hitze besser geschützt als auf freiem Feld. Auch sollten Sie bedenken: Am Wasser weht immer ein (kühles) Lüftchen.

Coole Tipps für heiße Tage

  • Draußen kochen: Kochen Sie nach Möglichkeit an besonders warmen Tagen nicht im Wohnwagen, sondern besser draußen – oder Sie essen kalte und leichte Speisen.
  • Viel trinken: An heißen Sommertagen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Eiskalte Getränke sind dabei ungünstig. Besser: (lau)warmer Tee. Warum? Durch das warme Getränk muss der Körper die Flüssigkeit abkühlen. Bei kalten Flüssigkeiten heizt der Körper noch mehr auf.
  • Dusche mit Minzöl: Einige Minzöltropfen im Duschgel wirken erfrischend und belebend.
  • Kühle Creme: Wer seine Sonnencreme im Kühlschrank aufbewahrt, kühlt sich beim Eincremen gleich ab.

Alexa Sinz arbeitet als Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim ADAC Nordbaden.


Bildnachweise: Siggy Nowak from Pixabay, motorhome