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Keine Chance für Insekten: Fliegengitter am Fenster-Rahmen

Insekten sind ungebetene Gäste in den eigenen vier Wänden. Vor allem summende Mücken können uns von einem erholsamen Schlaf abhalten. Ruhiger Schlaf bei geöffnetem Fenster ist somit ohne Insektenschutz kaum möglich. Fliegengitter am Fenster-Rahmen sind deshalb die Lösung.

Diese Gitter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Wichtig bei allen Varianten ist: Sie müssen passgenau sein und sich für das Material, aus dem der Fensterrahmen besteht, eignen.

Für Holz- oder Aluminiumfenster zum Beispiel gibt es andere Lösungen als für Kunststofffenster. Mieter haben außerdem andere Auflagen als Hausbesitzer (s. auch bei Pro Mietrecht).

Fliegengitter für Fenster-Rahmen in Mietwohnungen

Auch Mieter dürfen in ihrer Wohnung natürlich Fliegengitter am Rahmen der Fenster anbringen. Sie müssen dabei allerdings sowohl ein paar rechtliche als auch technische Punkte beachten:
Mieter dürfen keine baulichen Veränderungen vornehmen. Sollten Sie das dennoch vorhaben, müssen Sie das Geplante vorab mit Ihrem Vermieter bereden. Ohne ausdrückliche Erlaubnis dürfen Mieter die Fensterrahmen nicht anbohren. Grundsätzlich sollten Sie als Mieter das Fliegengitter am Fenster-Rahmen immer so anbringen, dass es nicht zu Beschädigungen am Fenster selbst oder an der Fassade kommt.
Für das Anbringen von herkömmlichen Insektengittern am Rahmen ihrer Fenster benötigen Sie die Erlaubnis des Vermieters nicht, da dies zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung gehört.
Vermieden werden sollte allerdings, Fliegengitter vor die Fenster zu montieren. Wer dies gerne machen möchte, sollte den Vermieter vorab um Erlaubnis bitten. Ansonsten kann es sein, dass der Vermieter die Entfernung der Fliegengitter fordert.

Fliegengitter am Fenster-Rahmen mit Klettband

Die herkömmlichen, weithin bekannten Fliegengitter, bringen Sie einfach mit Klettband an den Rahmen der Fenster an. Vor dem Ankleben des Klettbandes sollten Sie darauf achten, dass der Untergrund absolut fettfrei ist und das Klettband gut klebt. Zudem muss das Fliegengitter für die Rahmen der Fenster passend zugeschnitten werden.
Nachteile: Der Kleber des Bands hält nicht gut, so dass möglicherweise ein weiterer Kleber von Nöten ist. Dieser lässt sich eventuell nur schwer wieder entfernen. Die Fliegengitter sind zudem nicht besonders lange verwendbar und überstehen in den meisten Fällen den Winter nicht.

Individuelle Spannrahmen

Für einen effektiven Insektenschutz ist es wichtig, dass Fliegengitter auf den Millimeter genau passen. Auch für Mietwohnungen, in denen nicht gebohrt werden darf, stehen effektive Produkte zur Verfügung.
Günstig, aber dennoch robust und langlebig, sind sogenannte Spannrahmen wie beispielsweise der SunClip Bug von Windesa, die sie einfach und schnell an den Rahmen der Fenster anbringen.
„Der SunClip Bug nutzt quasi den Luftraum zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel“, erklärt Marc Splinter, bei Windesa zuständig für Entwicklung und Projektmanagement. „Die im Lieferumfang enthaltenen Kunststoffclips dienen dazu, den bespannten und eingefassten Drahtrahmen entsprechend in dieser Position zu halten. Somit ist das Schließen des Fensterflügels kollisionsfrei gewährleistet. Des Weiteren verhindern die Kunststoff-Clips ein Herausfallen des SunClip Bug bei geöffnetem Fensterflügel und Zugluft.“

Maß nehmen

Für den innovativen Insektenschutz an Ihren Fenstern messen Sie die volle Breite vom Fensterrahmen innen aus. Dies ermöglicht, den Rahmen passend für Sie zu fertigen. Die Maße von Höhe und Breite Ihres Fensters tragen Sie in den Online-Konfigurator ein und bestellen damit ihren individuellen Insektenschutz passgenau für Ihren Kunststoffrahmen.

Einsetzen

Nach der Lieferung setzen Sie Ihren Insektenschutz in wenigen Minuten von innen in Ihren Fensterrahmen. Es ist keine aufwendige Selbstmontage notwendig, Werkzeug wird auch nicht benötigt. Sie bekommen den Insektenschutz fertig montiert geliefert. Wer möchte, schneidet Halteclips individuell für seinen Rahmen zu. Auch bei vollständig geöffnetem Fenster hält der Insektenschutz perfekt – sogar bei Wind und Regen.

Ausbau & Reinigen

Der Ausbau funktioniert genauso einfach wie der Einbau: Rückstandslos und schnell ist der Spannrahmen wieder ausgebaut, Klebereste bleiben im Fensterrahmen keine zurück. „Die Idee hinter dem Produkt ist es, einen anwendungsfreundlichen Insektenschutz anzubieten“, erläutert Marc Splinter. „Da der SunClip Bug nicht durch Schrauben, Kleben oder lästigem Hakenband befestigt werden muss, kann er bequem zum Beispiel zum Fensterputzen oder zur Reinigung herausgenommen werden.“
Der Insektenschutz ist sogar besonders umweltschonend. Denn, so Marc Splinter: „Der SunClip Bug lässt sich beliebig oft verwenden.“

Fliegengitter am Fenster-Rahmen im Eigenheim

Technisch gibt es in Bezug auf Insektenschutz an Kunststofffenstern für Hausbesitzer im Vergleich zu Mietern natürlich keinen Unterschied. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Hauseigentümer in der Regel meistens hochwertigere Produkte mit langer Haltbarkeit wählen.
Für ihren passgenauen Insektenschutz an Kunststofffensterrahmen haben Hausbesitzer die Wahl zwischen Spannrahmen, Dreh-, Pendel- oder Schieberahmen, Rollo, Integrierte Insektenschutzsysteme und Plissee.

Spannrahmen

Ihr passgenauer Spannrahmen kann an Ihren Kunststofffenstern leicht ein- und ausgehängt werden. Spannrahmen eignen sich sowohl für Mieter als auch für Hausbesitzer als ein gut funktionierendes Fliegengitter am Fenster-Rahmen.
Solch ein Fliegenschutz mit angepasstem Spannrahmen kann beispielsweise wie der SunClip Bug aus beschichtetem Fiberglasgewebe bestehen. Bei der Farbwahl spielte auch die Ästhetik eine Rolle wie Produktentwickler Marc Splinter darstellt: „Wir haben uns bewusst für Schwarz entschieden, da hier die Durchsicht am wenigsten gestört ist. Wenn ein direkter Vergleich fehlt, ist der Insektenschutz bei einem gewissen Abstand kaum wahrnehmbar, also sehr transparent und nicht störend.“
Der rostfreie Edelstahl der Drahtrahmen verhindert beim SunClip Bug zudem hässliche „Rostläufer“ und Verfärbungen des Kunststoffrahmens.

Drehrahmen

Für Fenster, durch die Sie häufig Dinge hindurchreichen, eignen sich Dreh- oder Pendelrahmen sehr gut. Sie sind unauffällig  und einfach zu öffnen. Der flexible, individuell nach Maß angepasste Drehrahmen hängt an Scharnieren und kann in eine Richtung, also nach innen oder außen, geöffnet werden.

Pendelrahmen

Pendelrahmen eignen sich besonders für bodentiefe Fenster und Balkontüren. Pendelfenster lassen sich in beide Richtungen öffnen – sowohl nach innen als auch nach außen.

Schieberahmen

Sie benötigen eine Führung in der Fensterlaibung. Damit steht Ihnen ein dauerhafter Insektenschutz zum Öffnen und Schließen zur Verfügung.

Integrierte Insektenschutzsysteme

Diese sind die perfekte Lösung, wer einen Neubau plant oder seine Fenster erneuert.

Rollo

Mit einem Rollo entscheiden Sie flexibel, ob Sie den Insektenschutz gerade benötigen oder nicht. Möchten Sie nämlich gelegentlich die Fensteröffnung nutzen, etwa um Bettwäsche zu lüften oder die Blumen auf der Fensterbank außen zu gießen, entscheiden Sie sich am besten für das Insektenschutzrollo: Das lässt sich bequem hoch- und runterziehen.
Insektenschutzrollos sind in verschiedenen anpassungsfähigen Farben wie Weiß, Anthrazit, Braun oder auch Holzoptik erhältlich. Rollos gibt es sowohl für „normale“ Fenster als auch für Dachfenster.

Plissee

Eine Alternative zum Drehrahmen ist der Insektenschutz mit Plisseefaltung.

Insekten- oder Fliegengitter am Fenster-Rahmen?

Fliegenschutzgitter, Fliegengitter, Mückengitter, Insektengitter und Moskitonetz – wo liegen da genau die Unterschiede? Die Antwort wird den einen oder anderen vielleicht verblüffen: Alle diese Bezeichnungen stehen für ein und dasselbe Produkt.
Warum es so viele verschiedene Bezeichnungen für ein Produkt überhaupt gibt? Die verschiedenen Begriffe stammen aus dem unterschiedlichen Sprachgebrauch. In einigen Regionen nennt man Stechmücken kurzerhand Fliegen, anderswo werden sie als Mücken oder Moskitos bezeichnet. Auch Schnaken ist ein oft genutzter Begriff, der sowohl für die kleinen als auch größere Plagegeister genutzt wird.
Marc Splinter verantwortet bei Windesa Entwicklung und Projekmanagement.
Bildnachweise:  ieang, AdobeStock